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Geschrieben von cebcollect am 14.01.2021 um 13:05:

 

Zitat:
Original von QQQAA
etz ist er ja schon wieder deutlich gestiegen, hab da mal einen abgestoßen..
Womöglich großer Fehler...


Bonjour

Aber was für ein großer Fehler. .. laut deiner Prognose am Jahresanfang teuflisch lachend

Zitat von dir: Ich geb mal Prognose ab..Ende 21 145000$

Gruß
Curt



Geschrieben von QQQAA am 14.01.2021 um 13:13:

 

Zitat:
Original von cebcollect
Zitat:
Original von QQQAA
etz ist er ja schon wieder deutlich gestiegen, hab da mal einen abgestoßen..
Womöglich großer Fehler...


Bonjour

Aber was für ein großer Fehler. .. laut deiner Prognose am Jahresanfang teuflisch lachend

Zitat von dir: Ich geb mal Prognose ab..Ende 21 145000$

Gruß
Curt


Stummt...aber ich habe auch geschrieben, immer wieder mal den Rahm mitnehmen.. teuflisch lachend



Geschrieben von jause am 14.01.2021 um 21:21:

 

Servus,

weil hier immer nur die Rede von BitCoin ist....

Hier lässt sich eine Aufstellung finden der Top 54 virtuellen Währungen mit aktuellen Preisen
=> https://www.kraken.com/prices?quote=EUR



Geschrieben von hermann8882 am 15.01.2021 um 09:06:

 

war gestern bei uns in der Zeitung, die Lagarde will den Bit Coin regulieren und in den nächsten 5 Jahren den elektronischen Euro
einführen , der nächste Schritt zur Abschaffung des Bargeldes



Geschrieben von Swartalf am 16.01.2021 um 17:47:

 

Zitat:
Original von eriokaktus
Aber bitte nicht das Passwort vergessen ... belehrend


Ich wollte das schon schreiben, aber das hattest Du schon mit guter Quelle erwähnt. Es erstaunt mich, wie hier teils frohlockend Bitcoins gehandelt werden, wenn das Geld dann so einfach ohne Paßwort zu Lebzeiten oder im Erbfalle verloren ist. Wer es denn unbedingt haben muß, solte das Paßwort wenigstens beim Notar hinterlegen lassen. Die Kosten sollten ja für die Goldgräber nicht bedeutend sein.

Ein Grund für mich, fokussiert gute Banknoten als Hobby und Wertanlage zu sammeln, ist der Umstand, daß Anlagen wie Bitcoins oder Aktien recht stressig ausfallen können und für die Dauer des Haltens nicht physisch greifbar sind. Des weiteren muß ich mir im Regelfall keine Gedanken ums Finanzamt und die korrekte Steuererklärung machen.



Geschrieben von cat$man$ am 16.01.2021 um 18:22:

 

Zitat:
Original von hermann8882
war gestern bei uns in der Zeitung, die Lagarde will den Bit Coin regulieren und in den nächsten 5 Jahren den elektronischen Euro
einführen , der nächste Schritt zur Abschaffung des Bargeldes


Die Frage ist: Ist dann der Eurocoin an den Euro gekoppelt (1:1) oder floatet der unabhängig? Vermutlich ersteres.

Übrigens: In diesem Fall würde ich - was oben zwischen den Zeilen zu stehen scheint - nicht sagen, die EZB schafft das Bargeld ab, sondern die Benutzer/User/Zahlenden schaffen selbst das Bargeld ab, indem sie von sich aus immer Karte und Bitcoin verwenden.



Geschrieben von MBL am 16.01.2021 um 18:47:

 

Zitat:
Original von hermann8882
war gestern bei uns in der Zeitung, die Lagarde will den Bit Coin regulieren und in den nächsten 5 Jahren den elektronischen Euro
einführen , der nächste Schritt zur Abschaffung des Bargeldes


An eine Abschaffung des Bargeldes wird durch die Einführung eines E-Euro zunächst nicht gedacht. Das ist zumindest nicht der Sinn der Sache!

Tatsächlich will man - etwas überspitzt formuliert - Bitcoins und andere Kryptowährungen abschaffen. Denn die entziehen sich jeglicher Kontrolle; sowohl der Kontrolle durch die Regierung als auch der Kontrolle durch die Zentralbanken bzw. deren Regulatoren.

Der erste Schritt ist, Bitcoin und Co. Konkurrenz zu machen. Der Vorteil eines E-Euro gegenüber dem Bitcoin: er hat einen Garanten (die EZB), welcher den Wert des E-Euro durch seine geldpolitischen Gestaltungsmöglichkeiten stärken kann und man hat eine gesetzliche Grundlage, auf der solch eine E-Währung gehandelt wird.

Bei Bitcoins fehlt diese völlig. Wieviele Bitcoins in Zukunft noch "geschaffen" werden und wie viel damit ein einzelner Bitcoin wert ist, entzieht sich jeder staatlichen/gesetzlichen/regulatorischen Kontrolle. Damit ist und bleibt eine Investition in Bitcoins nichts anderes als ein Glücksspiel.

Langfristig dürften nicht geregelte Kryptowährungen wohl de facto verboten werden. Das heißt zwar nicht, dass sie verschwinden werden, aber Klagemöglichkeiten gegen vermeintliches oder tatsächliches Unrecht wird es kaum geben, da es sich dann rechtlich nicht um ein gesetzlich akzeptiertes Zahlungsmittel handelt. Man kann dann zwar immer noch in Bitcoins zahlen, denn es herrscht ja Vertragsfreiheit zwischen den Vertragspartnern. Aber genauso gut könnte man dann in Petersilie bezahlen und sich beklagen, dass diese bei der Zahlung schon zu vergammmelt war; vor Gericht hätte man da keine Chance!

Bitcoins und andere Kryptowährungen untergraben also die geldpolitische Aufsicht und Steuerungsmöglichkeit der Zentralbanken. Und deshalb will man ihnen an den Kragen.

Bargeld spielt bei diesen Überlegungen keine Rolle.

Gruß
MBL



Geschrieben von QQQAA am 16.01.2021 um 18:52:

 

Zitat:
Original von Swartalf
Zitat:
Original von eriokaktus
Aber bitte nicht das Passwort vergessen ... belehrend


Ich wollte das schon schreiben, aber das hattest Du schon mit guter Quelle erwähnt. Es erstaunt mich, wie hier teils frohlockend Bitcoins gehandelt werden, wenn das Geld dann so einfach ohne Paßwort zu Lebzeiten oder im Erbfalle verloren ist. Wer es denn unbedingt haben muß, solte das Paßwort wenigstens beim Notar hinterlegen lassen. Die Kosten sollten ja für die Goldgräber nicht bedeutend sein.

Ein Grund für mich, fokussiert gute Banknoten als Hobby und Wertanlage zu sammeln, ist der Umstand, daß Anlagen wie Bitcoins oder Aktien recht stressig ausfallen können und für die Dauer des Haltens nicht physisch greifbar sind. Des weiteren muß ich mir im Regelfall keine Gedanken ums Finanzamt und die korrekte Steuererklärung machen.


Wer die steuerliche Seite angenehm angehen will, kaufe Zertifikate, dann geht das mit der Steuer automatisch..
Im übrigen Bitcoin ist zwar stressig, aber Gewinne kannst du in Banknoten investieren und die zur Geldanlage nützen.



Geschrieben von changnoi am 16.01.2021 um 18:58:

 

Zitat:
Original von Swartalf
Wer es denn unbedingt haben muß, solte das Paßwort wenigstens beim Notar hinterlegen lassen. Die Kosten sollten ja für die Goldgräber nicht bedeutend sein.


Ne, bei dem würde ich bestimmt nichts hinterlegen.
Ein Passwort kann man überall aufschreiben, weiß ja keiner wofür das ist.
Und etwas daran verändern kann man zur Sicherheit auch noch.



Geschrieben von Swartalf am 16.01.2021 um 20:28:

 

Zitat:
Original von changnoi
Zitat:
Original von Swartalf
Wer es denn unbedingt haben muß, solte das Paßwort wenigstens beim Notar hinterlegen lassen. Die Kosten sollten ja für die Goldgräber nicht bedeutend sein.


Ne, bei dem würde ich bestimmt nichts hinterlegen.
Ein Passwort kann man überall aufschreiben, weiß ja keiner wofür das ist.
Und etwas daran verändern kann man zur Sicherheit auch noch.


Das ist ja der Kern des Versagens in den Fällen, die in der Zukunft beklagt werden wollen. Das supersichere Paßwort wird verlegt, Änderungen vergessen, von Erben erst gar nicht bezüglich Zweck verstanden, wofür das alles sein soll etc. Vorsorge wäre dann gesichert eine notarielle Hinterlegung, insbesondere aktiviert in Nachlaßfällen. Da kann der Auftraggeber, aber auch der Nachlaßnehmer jederzeit auf den Bitcoin-Wert zugreifen.



Geschrieben von changnoi am 16.01.2021 um 20:40:

 

Zitat:
Original von Swartalf
Da kann der Auftraggeber, aber auch der Nachlaßnehmer jederzeit auf den Bitcoin-Wert zugreifen.


Ja, das stimmt, wenn es dann noch da ist gross grinsend



Geschrieben von ernte am 16.01.2021 um 22:36:

 

Ich möchte nicht wissen wie viele Milliarden in der Schweiz in den Tresoren verrotten weil die Nummernkonten vergessen bzw. verlegt wurden.
Ich kenne einen Fall da hatte der Inhaber schlicht vergessen auf welcher Bank die Gelder liegen. Alsheimer lässt grüssen.

Das geht also auch mit Bargeld......... teuflisch lachend



Geschrieben von changnoi am 16.01.2021 um 23:17:

 

Zitat:
Original von ernte
Ich kenne einen Fall da hatte der Inhaber schlicht vergessen auf welcher Bank die Gelder liegen. Alsheimer lässt grüssen.

Das geht also auch mit Bargeld......... teuflisch lachend


Das ist aber nicht so schlimm, dann weiß er ja sowieso nichts mehr davon gross grinsend



Geschrieben von str42 am 17.01.2021 um 01:05:

 

Nun ja, nachdem ich nun eine Handelsplattform gefunden habe, bei der ich Limits hinterlegen kann opfere ich mal den Einsatz, den ich vor Jahren auf einer anderen Plattform in IOTA und Etherum habe liegen lassen (damals leider nicht in Bitcoin) und schaue mal, was passiert augenzwinkernd

Da ich das Geld sowieso schon abgeschrieben hatte kann ich ja nur gewinnen augenzwinkernd



Geschrieben von chinnotes (†) am 17.01.2021 um 10:42:

 

Kann mich bitte jemand aufklären? Was Bitcoin etc. betrifft, verstehe ich weniger als nichts.
Ich habe von jemandem gelesen, der hatte die Bitcoins auf seiner Festplatte. Dann ging die Festplatte verloren, die Bitcoins waren weg.
Heißt das, die „Macher“ der Bitcoins haben jetzt den Gegenwert der verlorenen Bitcoins gewonnen? Weil sie ja nicht mehr „eingelöst“ werden?
Was weiß man überhaupt über die Leute, die -wie ich gehört habe, in einem äußerst energieaufwändigem Prozess Bitcoins „erschaffen“? Sind das ein paar Privatleute? Wie (und wieviel) verdienen diese Menschen durch die Schaffung der Bitcoins?
Aus Nächstenliebe werden die doch nicht arbeiten?
Ich möchte die ganze Bitcoinsache verstehen, aber ich finde keinen Zugang.
Erwin



Geschrieben von cat$man$ am 17.01.2021 um 11:51:

 

Vereinfacht gesagt, mein bescheidener Kenntnisstand:

Bitcoins sind auf der Festplatte gespeichert. Daheim (PC) oder in der Cloud (auf dem Server).
Diese befinden sich in einem Programm, das heißt "Wallet", elektronischer Geldbeutel.
Du kann Bitcoins per PC transferieren, nicht nur ganze, sondern auch Teile davon,
Millibitcoins müssten gehen, dann zählt das eine Programm herunter, das andere rauf.



Geschrieben von str42 am 17.01.2021 um 11:54:

 

Ich will mich mal versuchen augenzwinkernd

Der Bitcoin ist eine rein elektronische Währung, es gibt das also schon mal nichts zum Anfassen oder Sammeln böse
Er ist auch nicht gedeckt durch eine Währung, Gold oder sonstwas.

Man kann Bitcoin im Prinzip auf drei Arten bekommen, man kann sich welche kaufen, welche überwiesen bekommen oder welche erzeugen.

Das Kaufen geschieht wie man es von Aktien auch kennt an Börsen, wo man dann beispielsweise den Auftrag erteilen kann: Kauf mir für 500 Euro Bitcoin, im Moment erhält man dann ungefahr 0,0172 Bitcoin. Weil der Bitcoin ja nichts physisches ist lässt er sich beliebig Stückeln. Bei den Bitcoins allerdings nur auf 100 Millionstel, das sollte aber reichen augenzwinkernd

Das Überweisen kann man sich so ähnlich wie bei einer Bank vorstellen. Man eröffnet quasi eine Art Konto bei einer oben erwähnten Börse und bekommt dann eine Kontonummer (die ziemlich schlecht zu merken ist, da sie so aussieht: 3HxJDJ231EqTebqHYwYSVNzunoquDbcm6F) auf dieses Konto können andere dann Bitcoin überweisen oder man kann von dort aus Bitcoin transferieren.
Es gibt hin und wieder Unternehmen, die eine Zahlung per BItcoin ermöglichen, so konnte man mal bei einem ungarischen Auktionshaus seine Käufe mit Bitcoin bezahlen. Wenn man es richtig anstellt, dann ist der Kontoinhaber aber nur sehr schwer bis gar nicht zu ermitteln, deshalb werden solche elektronsichen Währungen auch gern für dubiose (freundlich ausgedrückt) Zwecke genutzt.

Der spannende Teil ist das Erzeugen der Bitcoins, das sogenannte Mining.
Die Gesamtzahl der Bitcoin ist auf 21 Millionen begrenzt. Es wird nie mehr als 21 Mio. Bitcoin geben, dadurch soll eine Knappheit erzeugt werden, die langfristig den Kurs nach oben treiben soll.
Man erhält Bitcoin im Prinzip dafür, dass man Rechenleistung zur Verfügung stellt. Jede Transaktion wird in einer sogenannten Block-Chain aufgenommen, vereinfacht gesagt, eine lange Liste von Buchungen wobei in jeder Buchung eine Prüfsumme über die vorherige Buchung enthalten ist, dadurch lässt sich Manipulation verhindern.
Ein solcher Block besteht - vereinfacht gesagt - aus allen Buchungen einer Stunde eines Tages. Dazu müssen alle diese Buchungen aufgenommen werden, verifiziert werden, die Prüfsumme berechnet werden und dann wird das ganze verschlüsselt. Ist so ein Block fertig berechnet erhält man vom Bitcoin-System eine Belohnung in Bitcoin.

Aktuell wird weltweit ungefähr alle 10 Minuten so ein Block fertig.

2009 bekam man für die Berechnung eines Blocks noch rund 50 Bitcoin im Moment sind es 6,25. Der Wert fällt weiter, auch daurch soll Knappheit erzeugt werden. Der letzte Bitcoin wird voraussichtlich 2140 geschürft werden.

Früher war es durchaus noch sinnvoll als Einzelperson daheim auf seinem Rechner solche Rechenkapazität zur Verfügung zu stellen. Mittlerweile ist das aber eher nicht mehr sinnvoll, da in der oben erwähnten Block-Chain, also der Kette der Buchungen, *alle* jemals getätigten Buchungen mit Bitcoin enthalten sind, hat diese mittlerweile einen Umfang von mehr als 320 GigaByte, es sind aktuell knapp über 600 Millionen Buchungen enthalten.
Deshalb gibt es mittleweile viele Firmen, die dieses Mining betreiben. Die sind sehr häufig in Ländern angesiedelt, in denen der Strom sehr günstig ist, da viele Rechner benötigt werden. Eine einzige Transaktion, egal ob von einem ganzen Bitcoin oder einem Bruchteil davon benötigt im Moment etwa 200 Kilowattstunden (kein Tippfehler: zweihundert) an Strom. Das ganze Bitcoinsystem verbrauchte 2020 weltweit etwa 90 Terawattstunden, das ist mehr als die Schweiz (58 TWh) im Jahr 2020 benötigte...

Die Bitcoins kann man bei sich auf der Festplatte oder in einem USB-Stick in einer sogenannten Wallet ablegen (oder online bei der Börse stehen lassen), es ist jedoch wie mit einer echten Brieftasche: Verliert man die Festplatte (oder sie geht kaputt) oder man vergisst das Paßwort, dann sind die Bitcoins "weg". Da die Blockchain weiß, auf welchem Konto wieviele Bitcoin liegen, können diese "verlorenen" Coins nicht einfach von anderen genutzt werden. Sie sind im Normalfall tatsächlich weg. (Man kann das wohl in aufwändigen Verfahren rekonstruieren und die Bitcoin ggf. retten, das lohnt sich aber erst ab einer etwas größeren Größenordnung...)

2018 gab es die Schätzung, dass von den damaligen 17.9 Millionen geschürften Bitcoin etwa 3,79 Millionen schon verloren gegangen waren.

Bitcoin wurde 2008 vorgestellt, der Gründer nannte sich *Satoshi Nakamoto*, es ist aber ein Pseudonym, bis heute weiss aber niemand genau, wer wirklich hinter der Bitcoin-Idee steckt.

Wenn man also nicht in Bitcoin investieren möchte und lieber Firmen möchte, die etwas zum Anfassen produzieren, dann kann man sich Aktien der Firmen kaufen, die Teile der Infrastruktur herstellen augenzwinkernd



Geschrieben von chinnotes (†) am 17.01.2021 um 14:24:

 

Danke für die Erklärungen. Ich habe dadurch jetzt einige Dinge etwas besser verstanden (oder glaube es wenigstens).
Aber: wenn jemand 10.000 € versehentlich verbrennt, macht die europäische Zentralbank einen Gewinn von genau 10.000 €, denn sie braucht das Versprechen, dafür etwas zu leisten, nicht zu halten.

Aber wer gewinnt, wenn jemand Bitcoins verliert (Passwort dauerhaft vergisst, den entsprechenden USB-Stick verliert etc.)? Das habe ich noch nicht verstanden.
Und wodurch ist garantiert, dass wirklich nur 21 Mio Bitcoins geben wird? Von Staaten weiß man, dass sie oft viel mehr Geld gedruckt haben als ursprünglich vorgesehen. Wenn man mal 21 Mio Bitcoins erzeugt hat, wird dann die Versuchung nicht groß sein, einfach weiterzumachen? Und würde das überhaupt jemand bemerken (können)?
Bitcoins, das ist meine augenblickliche Überzeugung, mögen zwar von einem einzelnen Herrn erfunden worden sein, aber ich bin überzeugt, dass es einer großen Organisation bedarf, um dieses komplexe System aufrecht zu erhalten. Anscheinend agitieren diese Leute anonym. Warum?
Vielleicht sind meine Fragen naiv. Und ich möchte auch niemandem auf die Nerven gehen. Aber man sagt ja, es soll keine dummen Fragen geben…
Erwin



Geschrieben von str42 am 17.01.2021 um 15:32:

 

Zitat:
Original von chinnotes
Aber wer gewinnt, wenn jemand Bitcoins verliert (Passwort dauerhaft vergisst, den entsprechenden USB-Stick verliert etc.)? Das habe ich noch nicht verstanden.

Niemand. Da es keine Organisation gibt, die federführend hinter dem Bitcoin steht und die Bitcoins auch nicht irgendwo durch Euro oder Dollars gedeckt sind. Sind die Coins weg, dann verliert der, dem sie gehörten aber es gewinnt niemand.

Zitat:

Und wodurch ist garantiert, dass wirklich nur 21 Mio Bitcoins geben wird? Von Staaten weiß man, dass sie oft viel mehr Geld gedruckt haben als ursprünglich vorgesehen. Wenn man mal 21 Mio Bitcoins erzeugt hat, wird dann die Versuchung nicht groß sein, einfach weiterzumachen? Und würde das überhaupt jemand bemerken (können)?


Die BlockChain (also das Buchungssystem) ist ja ein Stück Software, die Grundlagen dazu wurden von dem oben erwähnten Herrn Nakamoto festgelegt. Schon in der ersten Version ist die Obergrenze von 21 Millionen Bitcoin festgelegt, mehr können dann nicht entstehen, weil dieses Buchungssystem dann keine Bitcoins mehr als Belohnung für Rechenkapazität auslobt. Es werden dann sicher die Transaktionskosten enorm nach oben gehen. (Müsste man sie heute bezahlen, dann würde eine einzelne Transaktion vermutlich irgendwo zwischen 15 und 20 Euro liegen...)

Da jede Firma, die am Erzeugen der Bitcoins beteiligt ist jederzeit einen Überblick über alle Transaktionen hat (ok, mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung) weiss auch jede dieser Firmen wieviele Bitcoin im Umlauf sind. Es würde also schon auffallen, wenn es eine Möglichkeit gäbe, diese Grenze irgendwie zu umgehen.

Zitat:

Bitcoins, das ist meine augenblickliche Überzeugung, mögen zwar von einem einzelnen Herrn erfunden worden sein, aber ich bin überzeugt, dass es einer großen Organisation bedarf, um dieses komplexe System aufrecht zu erhalten.

Die Idee war ja grade, das es keiner Organisation Bedarf. Es gibt niemanden, der den Preis reguliert oder steuernd eingreifen kann.



Geschrieben von Huehnerbla am 17.01.2021 um 16:59:

 

Hallo,

betrachtet man mal den Umfang der Zahlungen mit Bitcoins, dann merkt man, dass die Verbindung der Begriffe "Bitcoin" und "bargeldlose Welt" nicht zusammenpassen. Die Zahl der Transaktionen pro Tag liegt beim Bitcoin derzeit bei 268.000, zieht man die Transaktionen ab, die rein der Spekulation dienen, dann kommt man auf unter 100.000 Transaktionen pro Tag. Das Kreditkarten-Unternehmen Visa verarbeitet mehr als 100.000 Transaktionen pro Minute. Und selbst bei 268.000 Transaktionen braucht es beim Bitcoin derzeit zur Buchungsbestätigung noch drei Stunden. Fazit: der Bitcoin ist als Zahlungssystem komplett ungeeignet.



Geschrieben von dado am 17.01.2021 um 17:15:

 

Zitat:
Original von Huehnerbla
Hallo,

Fazit: der Bitcoin ist als Zahlungssystem komplett ungeeignet.


Hallo,

das ist natürlich absolut richtig. Nur, die Leute die sich den Bitcoin zulegen sind derzeit frei von jeglicher staatlicher oder Zetralbank Kontrolle. Das hat natürlich den Vorteil das ich eine Zahlung tätigen kann die absolut geheim ist. Im Moment bringt man das natürlich nur mit krimminellen Machenschaften in Verbindung. Aber es ist ja nicht ausgeschlossen das in naher Zukunft der Besitz von Gold verboten wird und Zahlungen nur noch digital getätigt werden können. Da wäre es schon praktisch wenn ich mein Anschaffung von Marihuana, Kaloshnikow, körpernahe Dienstleistung, Gold oder was auch immer für mich behalten kann. Natürlich brauch kein „guter“ Mensch all das aber es gibt nicht nur „gute“Menschen. Wenn wir das alle einwenig weiter spinnen: kein Bargeld nur digitale Bezahlung. Da kann dann Fratzenbuch, Twitter oder der Staat dann bald schöne Profile von uns anlegen. Wer trinkt wie viel Bier, wer schaut welche Filme im Bezahlfernsehn usw., polizische Einstellung usw!

Gruß dado



Geschrieben von jause am 17.01.2021 um 17:41:

 

Zitat:
Original von dado
Da kann dann Fratzenbuch, Twitter oder der Staat dann bald schöne Profile von uns anlegen. Wer trinkt wie viel Bier, wer schaut welche Filme im Bezahlfernsehn usw., politische Einstellung usw!

Servus,
was heisst hier "kann".... das ist doch schon lange Stand der Technik und wird gemacht - nur anhand deiner im Moment verfügbaren Spuren.

Jeder der ein Smartphone besitzt legt doch schon mal ein Bewegungsprofil an.... durch die diversen Dienste macht man dies auch online.... Bezahlung mit Paypal, Kreditkarte oder Überweisung liefert gleich noch ein detailliertes digitales Nutzungsprofil...

Andererseits haben jene Länder die meinten den Bargeldverkehr einschränken zu müssen bereits eingesehen das sie damit den Schwarzmarkt/-handel auch nicht in den Griff kriegen...

Der Österreichische Finanzminister sagt vor einigen Jahren "Bargeld ist die letzte Freiheit die die Menschen noch haben"

Und um die Kurve zu BitCoin und Co zu bekommen gross grinsend ich habe keine und ich bin zu geizig mir welche zu kaufen....



Geschrieben von Huehnerbla am 17.01.2021 um 17:42:

 

Zitat:
Original von dado
...Anschaffung von Marihuana, Kaloshnikow, körpernahe Dienstleistung...

Hallo,

selbst in diesen Kreisen ist der Bitcoin nicht mehr die erste Wahl.



Geschrieben von dado am 17.01.2021 um 17:49:

 

Zitat:
Original von Huehnerbla
Zitat:
Original von dado
...Anschaffung von Marihuana, Kaloshnikow, körpernahe Dienstleistung...

Hallo,

selbst in diesen Kreisen ist der Bitcoin nicht mehr die erste Wahl.


Mir geht es auch nicht um den Bitcoin sondern um diese Art der privaten Bezahlöglichkeit.

@ jause,

ich hab auch keinen Bitcoin! Ich bin eher für etwas das ich anfassen kann augenzwinkernd


Gruß dado



Geschrieben von Notaphilist am 17.01.2021 um 22:15:

 

Zitat:
Original von Huehnerbla
Fazit: der Bitcoin ist als Zahlungssystem komplett ungeeignet.


Das finde ich auch.
Das Bitcoin-System kann/konnte nur 7 Buchungen pro Sekunde abwickeln, das bedeutet das bei einem hohen Transaktionsaufkommen eine Art Stau bzw Verzögerung entsteht. Eine Überweisung mit Bitcoin kostet Gebühren die man selber festlegen kann, die die Miner als Anreiz dafür bekommen um Transaktionen abzuwickeln. Möchte man eine Transaktion möglich zügig abgewickelt haben (bedeutet das die Transaktion geprüft und als Bestätigt gilt), muss man eine höhere Gebühr bezahlen. Denn die Miner wählen die Transaktionen aus einem Pool aus mit den höchsten Gebühren. Also wer viel zahlt bekommt Abwicklungs-Priorität dafür.
Daher ist das Zahlungssystem für kleinere Zahlungen unrentabel.
Dieses kryptische Zahlungssystem hat für mich keinen Sinn, es sei denn man verfolgt kriminelle Machenschaften, wegen der Anonymität.

Weiterer Punkt, für die Erzeugung der Blöcke bzw. Blockchain können verschiedene Pfade entstehen. Die Block-Nodes entscheiden welcher Blockkette die Mehrheit vertraut und setzen darauf. Dabei bleibt die größere Blockchain erhalten die anderen kürzeren Pfade verwaisen und verlieren ihre erzeugten Bitcoins, ein weiteres Risiko. Die Blockchain enthält verschlüsselt alle Transaktionen seit Beginn des Bitcoin und hat eine Größe von über 340 GByte und wächst stetig. Derzeit werden 6,25 Bitcoins pro Block erzeugt, 2024 verknappt sich das im nächsten Schritt auf 3,125 Bitcoins pro Block. Ein maximaler Transaktionswert ist auf diese Größe fixiert, man darf also derzeit eine Überweisung größer als 6,25 Bitcoins nicht tätigen.
Für das Schürfen der Bitcoins werden Hochleistungsrechner verwendet die enorm viel Strom verbrauchen. Laut Wikipedia sind 2018, für die Erzeugung nur eines Bitcoin, etwa 42.000 kWh aufgewendet worden, was dem Jahresstromverbrauch von zwölf Familien mit je 3500 kWh entspricht. Wenn man dann noch rechnet was China, Mongolei und Co für die Erzeugung von Strom an Kohle verstromen (siehe CO2 Ausstoß), ist die Kryptowährung die eigentlich physisch gar nicht existiert, ein regelrechtes Umwelt-Desaster. Ein unbedeutender nicht physischer Prozess nimmt enormen Einfluß auf unsere Umwelt.
In Zeiten des "Klimawandels" ist das Ganze System absurd.
Die Rechenprozesse werden immer komplexer und schwieriger, das sieht das System so vor, das bedeutet das immer mehr Rechenleistung angeschafft werden muss, was wieder rum mit noch höheren Stromverbrauch einhergeht.
Da sich die Rechenzentren für die Erzeugung der BC immer mehr an bestimmten Orten konzentrieren um rentabel zu schürfen, gerät die völlige Unabhängigkeit der Kryptowährung völlig ins wanken. Dann ist die Gefahr groß das Hacker irgendwann mal erfolgreich sind oder das mit einem "51% Angriff" Zahlungen manipuliert werden können.

Je mehr man sich mit Bitcoin beschäftigt desto unsympathischer werden Kryptowährungen für mich. Ein Schneeballsystem an dem der Kopf fehlt ist dennoch ein Schneeballsystem.
Ich persönlich halte davon nichts, schon allein vom ökologischen Fußabdruck her gesehen, aber das kann ja jeder Handhaben wie er möchte.

Mfg der Notaphilistaugenzwinkernd



Geschrieben von cat$man$ am 17.01.2021 um 22:30:

 

Zitat:
Original von Notaphilist

, ein regelrechtes Umwelt-Desaster.


Danke, dass da auch darauf eingegangen wird. händeklatschend

Was mit den Pfaden passiert, wenn man nur Milli- oder Mikrobitcoins überweist, habe ich mich auch schon gefragt. belehrend



Geschrieben von Fletcher am 18.01.2021 um 06:47:

 

Moin moin,

Als der BC noch vor einigen Jahren ziemlich niedrig stand, hatte ich die Absicht, mit einem kleinen Betrag einzusteigen.
Ohne zu wissen was das eigentlich ist, ist für mich aber zu gefährlich. also wartete ich und der BC stieg und stieg. Aber ich wusste immer noch nicht, was "das" eigentlich ist. Nun habe ich die ganze Debatte hier im Forum mitbekommen.
Also ich werde kein BC-Besitzer werden. Da bleibe ich doch lieber beim guten alten Bargeld.

Fletcher



Geschrieben von papazwo am 18.01.2021 um 07:16:

 

Also erste einmal vielen Dank für die ausführlichen Informationen zum Bitcoin. Bisher hatte ich da immer nur ein gefährliches Halbwissen.

So wie ich die Sache jetzt sehe setze ich lieber auf Tulpenzwiebeln Scheint mir weniger spekulativ und damit deutlich sicherer gross grinsend

papazwo



Geschrieben von str42 am 18.01.2021 um 09:21:

 

Zitat:
Original von papazwo
Also erste einmal vielen Dank für die ausführlichen Informationen zum Bitcoin. Bisher hatte ich da immer nur ein gefährliches Halbwissen.

So wie ich die Sache jetzt sehe setze ich lieber auf Tulpenzwiebeln Scheint mir weniger spekulativ und damit deutlich sicherer gross grinsend

papazwo


Falls die wertlos werden ist es immerhin noch bunt im Garten augenzwinkernd



Geschrieben von changnoi am 18.01.2021 um 11:06:

 

Ja das Ganze hätte man ohne zu zögern am Anfang 2009 machen können.
Ich denke mal, dass keiner etwas gegen das Reichwerden hat.
Für 1$ US 1310 BC, das wäre es gewesen. Da hätte man mit etwas Spielgeld einfach sagen sollen, mal sehen was kommt.
Aber bei dem heutigen Kurs und den Risiken, ist das kein Thema mehr.


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